Virtuelle Server · Österreich

Virtuelle Server für Unternehmen

Ein virtueller Server verhält sich für Anwendungen und Anwenderinnen wie ein eigenständiger Server, teilt sich die tatsächliche Hardware aber mit anderen. Das erlaubt klare Trennung von Systemen, ohne für jedes System eigene Hardware anzuschaffen.

Mehrere virtuelle Server teilen sich eine Maschine – und können auf eine andere wechseln, ohne dass der Dienst stehenbleibt. Dadurch lässt sich Hardware warten oder tauschen, ohne Wartungsfenster für alle. Schematische Darstellung. Schematische Darstellung: Auf einem Wirt laufen mehrere virtuelle Server. Einer von ihnen wechselt im laufenden Betrieb auf einen zweiten Wirt; sein Betriebszustand bleibt während des Wechsels erhalten.

Was ist ein virtueller Server?

Ein virtueller Server ist ein Server, der nicht auf eigener physischer Hardware läuft, sondern als abgetrennte Umgebung auf einem größeren physischen System betrieben wird. Eine Software, die Virtualisierungsschicht, teilt Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz der physischen Hardware auf mehrere solcher virtuellen Server auf. Für Betriebssystem und Anwendungen verhält sich der virtuelle Server dabei wie ein eigenständiger Rechner.

Technik

Wie sich mehrere Server eine Hardware teilen.

Ohne Virtualisierung entspricht ein physischer Server meist genau einem Betriebssystem. Das führt oft dazu, dass Hardware nur zu einem kleinen Teil ausgelastet ist, weil eine einzelne Anwendung nicht die volle Leistung braucht.

Die Virtualisierungsschicht – auch Hypervisor genannt – teilt Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Speicherplatz eines physischen Servers auf mehrere virtuelle Server auf und weist jedem virtuellen Server einen festgelegten Anteil zu. So lässt sich vorhandene Hardware deutlich besser nutzen, und jeder virtuelle Server bleibt trotzdem von den anderen getrennt.

Netzware betreibt virtuelle Server für Unternehmen und KMU in Wien und Österreich – sowohl im eigenen Rechenzentrum des Kunden als auch im Rahmen des Serverhosting.

  • Ressourcenteilung

    Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz werden nach Bedarf zugeteilt.

  • Trennung

    Jeder virtuelle Server ist von den anderen logisch abgeschottet.

  • Snapshots

    Der Zustand eines virtuellen Servers lässt sich zu einem bestimmten Zeitpunkt festhalten.

  • Bessere Auslastung

    Vorhandene Hardware wird effizienter genutzt als bei einem System pro Server.

Snapshots

Was ein Snapshot leistet – und was er nicht ersetzt.

Einer der praktischen Vorteile virtueller Server ist der Snapshot: ein festgehaltener Zustand des Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt.

  • Vor riskanten Änderungen

    Vor einem größeren Update oder einer Systemänderung lässt sich der Zustand davor festhalten.

  • Schnelle Rückkehr

    Schlägt eine Änderung fehl, kann der virtuelle Server rasch auf den festgehaltenen Zustand zurückgesetzt werden.

  • Kein Ersatz für Backup

    Ein Snapshot liegt meist auf derselben Hardware wie der virtuelle Server selbst und schützt nicht vor deren Ausfall.

  • Zeitlich begrenzt sinnvoll

    Snapshots sind für kurzfristige Absicherung gedacht, nicht als dauerhafte Aufbewahrung.

  • Ergänzt das Backup-Konzept

    Snapshot und reguläres Backup erfüllen unterschiedliche Zwecke und ergänzen sich.

  • Wiederherstellung planen

    Wie rasch ein virtueller Server wiederhergestellt werden kann, hängt von Snapshot- und Backup-Konzept gemeinsam ab.

Zum Zusammenspiel mit dem Backup-Konzept siehe Backup und Disaster Recovery.

Aufteilung

Ein großer Server oder mehrere kleine virtuelle Server?

Beide Wege sind möglich. Die Frage ist, ob mehrere Systeme klar getrennt laufen sollen oder gemeinsam auf einer Basis.

Ein großer Server

Alle Dienste laufen auf einem gemeinsamen Betriebssystem.

  • Weniger Verwaltungsaufwand für einzelne Systeme
  • Ein Fehler in einem Dienst kann andere Dienste auf demselben System beeinträchtigen
  • Updates betreffen potenziell alle laufenden Dienste gleichzeitig
  • Eignet sich, wenn Dienste ohnehin eng zusammengehören

Sinnvoll bei wenigen, eng verwandten Diensten.

Mehrere virtuelle Server

Jeder Dienst oder jede Anwendung erhält einen eigenen virtuellen Server.

  • Ein Problem auf einem virtuellen Server bleibt dort abgegrenzt
  • Updates und Neustarts einzelner Systeme betreffen andere nicht
  • Unterschiedliche Betriebssysteme oder Versionen sind parallel möglich
  • Mehr Systeme bedeuten auch mehr laufende Verwaltung
  • Ressourcen müssen sinnvoll zwischen den virtuellen Servern aufgeteilt werden

Sinnvoll, wenn Systeme unabhängig voneinander laufen und ausfallen können sollen.

In der Praxis ist eine Mischung üblich: kritische Dienste jeweils auf eigenem virtuellen Server, eng verwandte Hilfsdienste zusammengefasst.

Grenzen

Wo Virtualisierung an ihre Grenzen stößt.

Virtuelle Server lösen nicht jede Anforderung. Sie teilen sich weiterhin die physische Hardware darunter – fällt diese Hardware oder ihre Stromversorgung aus, sind in der Regel alle darauf laufenden virtuellen Server betroffen. Deshalb bleibt die physische Absicherung des Wirtssystems ein eigenes Thema, unabhängig von der Virtualisierung selbst.

Auch bei sehr hohem, dauerhaftem Bedarf an Rechenleistung – etwa bei Spezialhardware oder Anwendungen mit besonderen Anforderungen an Grafik- oder Rechenleistung – stößt die gemeinsame Nutzung von Hardware an Grenzen. In solchen Fällen ist ein dedizierter, nicht virtualisierter Server oft die passendere Wahl.

Welche Variante zu welchem System passt, klären wir im Rahmen der IT-Beratung gemeinsam mit Ihnen – ausgehend von den tatsächlichen Anforderungen, nicht von einer pauschalen Empfehlung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu virtuellen Servern.

Ist ein virtueller Server genauso sicher wie ein eigener physischer Server?

Ein virtueller Server ist von anderen virtuellen Servern auf derselben Hardware logisch getrennt. Ob das für ein bestimmtes System ausreicht oder ein dedizierter physischer Server nötig ist, hängt von den konkreten Anforderungen ab – etwa an Trennung, Compliance oder Rechenleistung.

Kann ein virtueller Server nachträglich mehr Ressourcen erhalten?

In vielen Fällen ja, solange auf der zugrundeliegenden physischen Hardware noch Kapazität vorhanden ist. Wir prüfen das vor einer Anpassung und planen bei Bedarf zusätzliche Kapazität ein.

Was ist der Unterschied zwischen Snapshot und Backup?

Ein Snapshot hält den Zustand eines virtuellen Servers kurzfristig fest, meist auf derselben Hardware. Ein Backup ist eine eigenständige, in der Regel örtlich getrennte Sicherung, die auch dann schützt, wenn die Hardware selbst ausfällt. Beide ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.

Wie schnell lässt sich ein virtueller Server wiederherstellen?

Die Wiederherstellung eines virtuellen Servers aus einem Snapshot oder Backup ist in der Regel rascher möglich als der Neuaufbau eines physischen Servers, weil keine Hardware beschafft werden muss. Konkrete Zeiten hängen vom Umfang der Daten und dem vereinbarten Konzept ab.

Wie viele virtuelle Server sollten wir einsetzen?

Das richtet sich danach, wie viele Systeme klar voneinander getrennt laufen sollen. Eng zusammengehörige Hilfsdienste lassen sich zusammenfassen, geschäftskritische Anwendungen erhalten häufig einen eigenen virtuellen Server.

Läuft ein virtueller Server auch bei uns im Haus oder nur im Rechenzentrum?

Beides ist möglich. Virtualisierung lässt sich sowohl auf einem Server im eigenen Serverraum als auch auf einem gehosteten Server im Rechenzentrum einsetzen – mehr zum Standort unter Serverhosting Wien.

Wann ist ein dedizierter Server statt eines virtuellen Servers sinnvoll?

Bei sehr hohem, dauerhaftem Ressourcenbedarf oder besonderen Anforderungen an Hardware und Trennung ist ein eigener, nicht virtualisierter Server oft die passendere Lösung. Wir prüfen das anhand Ihrer konkreten Anwendung.

Virtuelle Server

Passt Virtualisierung zu Ihrer Umgebung?

Wir sehen uns Ihre Systeme an und sagen Ihnen, wo virtuelle Server sinnvoll sind – und wo nicht.

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