Gleiche Regeln überall
Firewall-Regeln, Updates und Zugriffssteuerung folgen an jedem Standort demselben Standard, statt lokal unterschiedlich gehandhabt zu werden.
Standortvernetzung
Sobald ein Unternehmen mehr als einen Standort hat, stellt sich die Frage, wie Filialen sicher auf gemeinsame Systeme zugreifen. Netzware verbindet Standorte über VPN, plant Bandbreite und Ausfallverhalten und sorgt für ein einheitliches Sicherheitsniveau an jedem Ort.
Standortvernetzung bezeichnet die technische Verbindung mehrerer Unternehmensstandorte zu einem gemeinsamen, sicheren Netzwerk. Üblich ist dafür eine VPN-Verbindung – ein verschlüsselter Tunnel über bestehende Internetleitungen –, über den Standorte auf zentrale Server, Anwendungen oder Cloud-Dienste zugreifen, als wären sie im selben Haus. Wesentliche Planungsgrößen sind dabei die verfügbare Bandbreite, die Latenz zwischen den Standorten und das Verhalten bei Ausfall einer einzelnen Leitung.
Technik
Ein Site-to-Site-VPN verbindet zwei oder mehr Netzwerke über einen verschlüsselten Tunnel, der über die vorhandenen Internetanschlüsse der Standorte läuft. Anders als bei einer einzelnen VPN-Verbindung für Homeoffice steht diese Verbindung dauerhaft, nicht nur bei Bedarf, und verbindet ganze Netzwerke statt einzelner Geräte.
Damit lassen sich zentrale Server, Fachanwendungen oder eine gemeinsame Telefonanlage standortübergreifend nutzen, ohne dass jeder Standort eine eigene, vollständige Infrastruktur benötigt. Die Firewall an jedem Standort regelt dabei, welcher Datenverkehr über den Tunnel zugelassen ist – Details dazu unter Firewall.
Verschlüsselte Verbindung zwischen ganzen Netzwerken.
Server und Anwendungen müssen nicht an jedem Standort dupliziert werden.
Regelt, welcher Zugriff über den Tunnel erlaubt ist.
Serverstandort
Wo Server stehen, wenn mehrere Standorte vernetzt sind, hängt von Bandbreite und Anforderungen der Anwendungen ab.
Ein Server steht an einem Standort oder im Rechenzentrum und wird von allen Standorten über die Vernetzung genutzt.
Sinnvoll, wenn die Verbindung zwischen den Standorten stabil und ausreichend dimensioniert ist.
Jeder Standort betreibt eigene, lokale Systeme, die über die Vernetzung nur ergänzend Daten austauschen.
Sinnvoll, wenn ein Standort auch bei Ausfall der Verbindung eigenständig arbeiten muss.
Häufig ist eine Kombination sinnvoll: zentrale Systeme im Rechenzentrum, lokal gebundene Anwendungen am jeweiligen Standort. Siehe auch Server & Hosting.
Planungsgrößen
Bandbreite bestimmt, wie viele Daten gleichzeitig zwischen Standorten übertragen werden können. Latenz beschreibt die Zeitverzögerung einer einzelnen Übertragung – bei manchen Anwendungen, etwa Telefonie oder Zugriff auf Fachprogramme in Echtzeit, spürbarer als bei reiner Dateiübertragung. Beide Größen müssen zur tatsächlichen Nutzung passen, bevor eine Standortvernetzung eingerichtet wird.
Genauso wichtig ist die Frage, was passiert, wenn eine Leitung ausfällt. Ohne Rückfallebene bedeutet ein gestörter Internetanschluss an einem Standort auch den Verlust der Verbindung zu zentralen Systemen. Je nach Anforderung wird deshalb eine zweite, unabhängige Anbindung oder ein definiertes Verhalten für diesen Fall festgelegt.
Einheitliches Niveau
Eine Standortvernetzung ist nur so sicher wie ihr schwächster Punkt.
Firewall-Regeln, Updates und Zugriffssteuerung folgen an jedem Standort demselben Standard, statt lokal unterschiedlich gehandhabt zu werden.
Ein einzelner Arbeitsplatz im Homeoffice lässt sich technisch wie ein kleiner, eigener Standort behandeln – mit denselben Grundsätzen für Zugriff und Absicherung.
Häufige Fragen
Üblicherweise über ein Site-to-Site-VPN – einen verschlüsselten Tunnel zwischen den Netzwerken der Standorte, der über die bestehenden Internetanschlüsse läuft. Die Standorte greifen darüber auf gemeinsame Server und Anwendungen zu, ohne dass jeder Standort eine eigene vollständige Infrastruktur braucht.
Das hängt von den genutzten Anwendungen ab. Reine Dateiübertragung braucht weniger Bandbreite als der Zugriff auf zentrale Fachprogramme oder Telefonie in Echtzeit. Die passende Dimensionierung wird anhand der tatsächlichen Nutzung geplant, nicht pauschal festgelegt.
Ohne Rückfallebene ist der Standort in diesem Fall von zentralen Systemen getrennt. Je nach Anforderung lässt sich eine zweite, unabhängige Anbindung einrichten oder ein definiertes Verhalten für den Ausfall festlegen, etwa lokal weiterlaufende Anwendungen.
Ein zentraler Server spart Wartungsaufwand und sorgt für einen einheitlichen Datenbestand, hängt aber von einer stabilen Verbindung ab. Verteilte Server an jedem Standort bleiben auch bei einer gestörten Verbindung nutzbar, bedeuten aber mehr Hardware und Abstimmungsaufwand. Details dazu in der Gegenüberstellung weiter oben auf dieser Seite.
Technisch lässt sich ein Homeoffice-Arbeitsplatz wie ein kleiner, eigener Standort behandeln, mit denselben Grundsätzen für Zugriff und Absicherung wie an einem Firmenstandort. Das verhindert, dass Homeoffice zur ungeregelten Ausnahme im sonst einheitlichen Sicherheitskonzept wird.
Die konkreten Geräte können sich unterscheiden, das Sicherheitsniveau sollte aber überall vergleichbar sein. Unterschiedlich strenge Regeln an einzelnen Standorten schaffen sonst einen schwächeren Punkt, über den sich ein Sicherheitsvorfall auf die gesamte Vernetzung ausbreiten kann.
Ja. Ein IT-Audit nimmt Netzwerk, Sicherheit und Server je Standort auf und zeigt, wo eine geplante Standortvernetzung ansetzen sollte, bevor Bandbreite und Ausfallverhalten festgelegt werden.
Standortvernetzung
Wir sehen uns Ihre Standorte, Anbindung und Anwendungen an und sagen Ihnen, welche Vernetzung dazu passt.
Netzware · Wien · Österreich
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