Hybrid Cloud

Hybrid Cloud für Unternehmen

Die meisten Unternehmen brauchen weder ausschließlich eigene Server noch ausschließlich Cloud. Hybrid Cloud verbindet beides gezielt – so, dass jedes System dort läuft, wo es am besten aufgehoben ist.

Hybrid heißt nicht „halb Cloud“, sondern: Jede Sache läuft dort, wo sie hingehört – und beide Seiten sind gesichert miteinander verbunden. Die Datensicherung liegt bewusst auf beiden. Schematische Darstellung. Schematische Darstellung einer hybriden Umgebung: Daten liegen im eigenen Haus, Anwendungen in der Cloud, die Sicherung auf beiden Seiten. Dazwischen verläuft eine gesicherte Verbindung, auf der Daten in beide Richtungen laufen.

Was ist eine Hybrid Cloud?

Eine Hybrid Cloud ist eine Kombination aus lokal betriebenen Systemen – etwa einem eigenen Server oder einer Fachanwendung im Haus – und Cloud-Diensten, die über das Internet genutzt werden. Beide Bereiche sind über Netzwerk und gemeinsame Identitätsverwaltung miteinander verbunden, sodass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer einzigen Anmeldung auf beide Umgebungen zugreifen können. Der Ansatz erlaubt es, jedes System dort zu betreiben, wo es technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten ist.

Typische Aufteilung

Was lokal bleibt – und was in die Cloud wandert.

Es gibt keine feste Regel, aber eine typische Verteilung, die sich in der Praxis bewährt hat.

Bleibt oft lokal

Systeme mit engem Bezug zu Hardware, Standort oder sehr großen Datenmengen.

  • Spezialsoftware mit fixer Lizenzbindung an lokale Hardware
  • Maschinensteuerung und Produktionssysteme
  • Sehr große, lokal zu verarbeitende Datenmengen
  • Anwendungen mit sehr niedrigem Latenzbedarf

Wandert oft in die Cloud

Standardisierte Dienste, die von überall genutzt werden.

  • E-Mail und Zusammenarbeit über Microsoft 365
  • Dateiablage für mobile und verteilte Teams
  • Anwendungen mit stark schwankender Auslastung
  • Backup und Archivierung außerhalb des Standorts

Details zu den Cloud-Bausteinen unter Cloud-Lösungen.

Anmeldung

Eine Identität für lokale Systeme und Cloud.

Der praktische Erfolg einer Hybrid Cloud hängt weniger von der Technik hinter der Cloud ab als von der Anmeldung: Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für jedes System ein eigenes Passwort brauchen, wächst die Zahl der Sicherheitsrisiken mit jedem neuen Dienst.

Eine gemeinsame Identitätsverwaltung verbindet die lokale Benutzerverwaltung mit den Cloud-Diensten, sodass eine Anmeldung für beide Seiten gilt. Das erleichtert nicht nur den Alltag, sondern auch die Absicherung – etwa durch Mehrfaktor-Anmeldung an einer zentralen Stelle statt an vielen einzelnen.

  • Eine Anmeldung

    Für lokale Systeme und Cloud-Dienste gemeinsam.

  • Zentrale Absicherung

    Mehrfaktor-Anmeldung und Berechtigungen an einer Stelle verwaltet.

  • Weniger Angriffsfläche

    Weniger einzelne Zugänge bedeuten weniger Schwachstellen.

Kritischer Punkt

Die Netzanbindung entscheidet über die Alltagstauglichkeit.

Eine Hybrid Cloud steht und fällt mit der Verbindung zwischen Standort und Cloud-Diensten. Wenn lokale Systeme und Cloud-Anwendungen ständig Daten austauschen, wirkt sich eine schwache oder instabile Internetanbindung direkt auf die tägliche Arbeit aus – nicht als abstraktes IT-Problem, sondern als spürbare Verzögerung an jedem Arbeitsplatz.

Vor der Einführung einer Hybrid-Lösung gehört deshalb die Prüfung der bestehenden Netzanbindung dazu: verfügbare Bandbreite, Ausfallsicherheit der Internetleitung und – bei mehreren Standorten – die Verbindung zwischen ihnen. Mehr zur Grundlage dafür unter Netzwerkbetreuung und Standortvernetzung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Hybrid Cloud.

Für wen eignet sich eine Hybrid Cloud?

Für Unternehmen, die sowohl Anwendungen mit engem Bezug zur lokalen Hardware betreiben als auch Standarddienste wie Mail oder Zusammenarbeit nutzen möchten. Das betrifft in der Praxis die Mehrheit der KMU mit gewachsener IT-Landschaft.

Ist Hybrid Cloud komplizierter als eine reine Cloud-Lösung?

In der Einrichtung meist ja, weil zwei Umgebungen miteinander verbunden werden müssen. Im laufenden Betrieb überwiegt für viele Unternehmen der Vorteil, bestehende Investitionen weiter zu nutzen, statt alles auf einmal umzustellen.

Welche Systeme sollten nicht in die Cloud wandern?

Anwendungen mit fixer Lizenzbindung an lokale Hardware, Maschinensteuerungen und Systeme mit sehr großen, lokal zu verarbeitenden Datenmengen bleiben häufig besser vor Ort. Details klären wir im Rahmen einer Bestandsaufnahme.

Was passiert, wenn die Internetverbindung ausfällt?

Lokale Systeme laufen in der Regel weiter, Cloud-Dienste sind während des Ausfalls nicht erreichbar. Wie kritisch das ist, hängt davon ab, welche Anwendungen in der Cloud laufen. Eine stabile, wenn möglich redundante Internetanbindung reduziert dieses Risiko.

Braucht eine Hybrid Cloud eigene Server-Hardware?

Ja, für den lokalen Teil der Umgebung bleibt Hardware notwendig – etwa ein Server im eigenen Haus oder im Rechenzentrum. Mehr dazu unter Managed Server.

Wie wird eine Hybrid Cloud abgesichert?

Über eine gemeinsame Identitätsverwaltung mit Mehrfaktor-Anmeldung, eine sauber konfigurierte Firewall an der Schnittstelle zwischen Standort und Internet sowie ein Backup-Konzept, das beide Umgebungen abdeckt. Mehr dazu unter Firewall.

Nächster Schritt

Welche Aufteilung passt zu Ihrer IT?

Wir sehen uns Ihre bestehenden Systeme an und zeigen, was lokal bleiben sollte und was sich für die Cloud eignet.

Netzware · Wien · Österreich

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